Städte sind wichtiger Partner beim Klimaschutz
30. Oktober 2021

Städte sind wichtiger Partner beim Klimaschutz

perspektiven

COP 26 in Glasgow

Heute beginnt die 26. UN-Klimakonferenz in Glasgow (Link). Von Seiten der Wiener Stadtregierung nimmt Klimastadtrat Jürgen Czernohorsky teil. Einmal mehr steht dabei die Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens (Begrenzung der Erderwärmung auf maximal 1,5- 2 Grad) im Mittelpunkt. 

Klimaschutz

Die Klimakrise ist eine der grossen Herausforderungen unserer Zeit. Bereits 1999 wurde das erste Klimaschutzprogramm (KliP) beschlossen. Damit ist es gelungen, die CO2-Emissionen um 40 % zu senken. Wien ist das Bundesland mit den geringsten CO2-Emissionen pro Kopf. 

Dies ist uns auch weiterhin Auftrag im Rahmen der Wiener Fortschrittskoalition. Die durch unseren Kampf gegen den Klimawandel ausgelösten Investitionen sind eine wichtige und nachhaltige Konjunkturspritze zur Belebung der regionalen Wirtschaft. Das sichert tausende Arbeitsplätze und sorgt dafür, dass Wien auch künftig die lebenswerteste Stadt der Welt bleibt.

Ein zentrales Anliegen beim Klimaschutz ist die soziale Gerechtigkeit. Denn sozial Schwächere, Ältere und Kranke leiden besonders unter den Auswirkungen des Klimawandels.

3 Handlungsfelder

Die drei zentralen Handlungsfelder, die in allen Bereichen von Politik, Verwaltung und Gesellschaft mitgedacht werden müssen, sind:

  • Klimaschutz – die klimaneutrale Stadt
  • Klimaanpassung – die resiliente Stadt
  • Kreislaufwirtschaft – die zirkuläre Stadt

Gleichzeitig sind wir als Stadt mit einem starken Bevölkerungswachstum konfrontiert. In Wien sprechen wir von rund 15%. Damit dieses Bevölkerungswachstum keine negativen Auswirkungen auf den Klimaschutz hat, bedarf es in den Städten einer kompakten Siedlungsstruktur und einer guten Erschliessung mit öffentlichen Verkehrsmitteln und alternativen Mobilitätsarten. Siedlungsentwicklung und Mobilität dürfen nicht mehr getrennt voneinander geplant und gedacht werden.

Städtische Strukturen gegen Klimawandel

Städtische Strukturen haben nämlich grosse Vorteile bei der Bewältigung der Klimakrise:

  • Die Stadtbevölkerung weist pro Kopf einen deutlich geringeren Verbrauch an Bau- und Verkehrsflächen und eine geringere Versiegelung auf als ländliche/ suburbane Regionen. Beispiel Wien: Wien hat pro Kopf den niedrigsten Bodenverbrauch (100m2, NÖ 900m2, BLG 1.200m2)
  • Kompakte Siedlungsstrukturen haben einen deutlich geringeren CO2 Fussabdruck als der Rest des Landes. Beispiel Wien: Wien hat die wenigsten PKW pro EW und mittlerweile mehr Öffis-Jahreskarten als Autos (2019: 850.000 Jahreskarten zu 700.000 Autos)

Nachhaltigkeitsziele der UNO

Wien sieht sich auch als einer der 4 UNO Hauptsitze weltweit (und dem einzigen in der EU) in der Verantwortung, beispielgebend bei der Erlangung der Nachhaltigkeitsziele der UNO voranzugehen. Wir wollen Klimamusterstadt werden, mit dem Ziel 2040 Co2 Neutral zu sein. Klimafreundliche Massnahmen wie die grösste Sonnenstromoffensive in der Geschichte der Stadt, helfen uns bei Erreichung dieses Zieles.

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